Wichtiger Hinweis vorab:
Bei der „Koknokokkeninfektion“ handelt es sich nicht um eine medizinische Erkrankung, sondern um eine humorvolle Metapher für innere Selbstabwertung.
Kennen Sie solche oder ähnliche Gedanken?
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Ich bin nicht gut genug.
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Ich bin falsch.
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Ich muss perfekt sein.
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Ich bin es nicht wert dass....
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, könnte es sein, dass Sie an einer Koknokokkeninfektion „leiden“. Und wenn diese Gedanken häufig auftreten, ist sie möglicherweise bereits chronisch geworden.
Eine Koknokokkeninfektion ist nicht angeboren – sie wird im Laufe
des Lebens erworben.
Die Übertragung findet durch Erfahrungen, Erziehung, Kritik, soziale Prägung oder Beschämung statt.
Die „Koknokokken“ können sich zu echten Selbstwerträubern und inneren Saboteuren entwickeln. Oft wirken sie unbewusst und beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln stärker, als uns lieb ist.
Dabei treten sie in unterschiedlichen Formen und Arten auf, zum Beispiel der Koknokokkus perfektionensis oder die große Familie der Nichtokokken („Ich darf das nicht“, „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“)
Typische „Symptome“ einer Koknokokkeninfektion können sein:
Unsicherheit und Vermeidung / Stress und Ängste / geringes Selbstwertgefühl / übertriebener Perfektionismus / überstarke Selbstkritik
Kurz gesagt: Koknokokken machen uns klein und setzen uns unter Druck.
Die Gute Nachricht: Die Infektion ist behandelbar. Zwar gibt es keine Tabletten oder Tropfen dagegen – aber andere wirksame „Gegenmittel“:
Bewusstheit und Humor.
Koknokokken - Lustige Metapher mit großer Wirkung
Die Koknokokken-Metapher für einschränkende Glaubensmuster kommt nicht von mir. Sie stammt von Dr. Michael Bohne dem Begründer der PEP® (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie). Dort gehört eine therapeutische Haltung von Zuversicht, wertschätzendem Humor und Leichtigkeit genauso zur Arbeit, wie die Würdigung des vorhandenen Leids.
"Psychotherapie ohne Leichtigkeit und Humor ist wie eine Operation ohne Narkose" (Michael Bohne)
Humorvolle Metaphern, Übertreibungen und manchmal auch Kraftausdrücke werden daher in der PEP® gezielt eingesetzt. Selbstverständlich wird dabei immer beachtet wertschätzend zu bleiben, niemanden zu beleidigen oder lächerlich zu machen.
Ein Beispiel:
Jemand sagt von sich:
„Ich bin nicht gut genug. Ich muss perfekt sein – und schaffe es nicht. das überfordert mich total.“
Eine mögliche Antwort:
„Das klingt für mich nach einer ausgeprägten Koknokokkeninfektion. Die ist übrigens weit verbreitet – fast schon eine Epidemie.“
Was passiert?
Oft entsteht ein Lachen, Lächeln oder zumindest ein inneres Schmunzeln.
Und genau das ist der entscheidende Moment.
- Die Metapher Infektion vermittelt: Das bist nicht wirklich du – das hast du übernommen.
- Die Metapher Epidemie sagt: Du bist damit nicht allein.
- Der Humor bringt Leichtigkeit in ein schweres Thema. Es droht keine Gefahr, wenn man sich damit auseinandersetzt.
Natürlich löst eine humorvolle Metapher das Problem nicht. Aber sie verändert die Perspektive. Sie nimmt dem Problem seine Schärfe und schafft einen gewissen Abstand.
Aus dieser neuen Distanz wird es leichter möglich:
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belastende Glaubenssätze zu erkennen
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automatische Denk- und Verhaltensmuster bewusst wahrzunehmen und sie damit auch veränderbar zu machen
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neue, hilfreichere Perspektiven zu entwickeln
Schritt für Schritt können sich neue Denkweisen und Verhaltensmuster und Lösungsstrategien etablieren. Die Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl werden gesteigert. Dabei helfen in der PEP® neben anderen Tools eine Klopftechnik, die auch als emotionale Selbsthilfetechnik dient, und kraftvolle, stärkende Affirmationen, die ebenfalls mit einer Prise Humor gewürzt sein dürfen.
Zum Beispiel:
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Ich bin gut so, wie ich bin. Ich liebe und akzeptiere mich genau so!
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Ich darf verdammt noch mal auch Fehler machen – ich bin schließlich auch nur ein Mensch.
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Perfektion ist auf Dauer langweilig.
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Ich gebe mein Bestes und das ist genug!
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Ich riskiere jetzt....., selbst wenn ich grandios scheitere freue ich mich über die Erfahrung und wachse daran.
- Ich habe es verdient, dass......
Doch noch einmal zurück zu den Koknokokken:
Wenn Sie beginnen, Ihre inneren Muster zu erkennen und zu verändern, passiert etwas Entscheidendes:
Den „Koknokokken“ wird die Grundlage entzogen.
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Selbstabwertung verliert an Kraft
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Selbstwirksamkeit wächst
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das Selbstwertgefühl stabilisiert sich
Man könnte sagen:
Die Infektion heilt ab – und gleichzeitig entsteht eine Art „Immunisierung“ gegen neue Ansteckungen.
Der Humor in der PEP® und die etwas sonderbar anmutenden Techniken (klopfen, winken und so'n Quatsch), wirken auf den ersten Blick vielleicht ungewohnt, oberflächlich und schräg.
Doch hinter dieser Leichtigkeit steckt eine tiefgreifende, fundierte und komplexe Methode, die psychotherapeutische mit körperorientierten Elementen verbindet. Das Thema wird ernst genommen und erfahrenes Leid wird gewürdigt. Es fließen durchaus auch Tränen und unangenehme Gefühle können hoch kommen, aber es wird eben auch gelacht. Es geht nicht nur darum, Probleme zu verstehen, sondern vor allem darum, spürbare Entlastung zu schaffen.
Und wer sagt eigentlich, dass Veränderung und Entwicklung immer nur schwer, ernst und mühsam sein muss?
Vielleicht ist genau das ein Gedanke, der aus einer hartnäckigen Koknokokkeninfektion stammt.
Denn manchmal ist es gerade ein Lächeln oder ein Augenzwinkern das festgefahrene Muster löst.
Und dann darf Veränderung plötzlich etwas sein, das sich nicht nur sinnvoll anfühlt – sondern sogar leicht.
Und ja:
Es darf sogar Spaß machen.
