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Akzeptieren was ist und vor allem sich selbst

Wie oft hadern wir unnötig mit Dingen, die wir gar nicht verändern können?

Angefangen beim Wetter, über den Stau, die Arbeit, die Preise, die Nachbarn......

Wir können darüber jammern, uns ärgern und aufregen, ändern wird das nichts. Im Gegenteil, es macht uns nur unzufrieden, kostet Kraft und Zeit.

Da wäre es doch einfacher, die Situation so zu akzeptieren wie sie ist und das Beste daraus zu machen.

Es regnet? Machen Sie es sich drinnen gemütlich oder springen Sie freudig in eine Pfütze.

Stau? Nutzen Sie die geschenkte Zeit für ein paar Entspannungsübungen oder genießen Sie ein schönes Hörbuch.

 

Noch schwerer als äußere Umstände zu akzeptieren, fällt uns oft die Selbstakzeptanz.

Können Sie für sich folgenden Satz bejahen?

Mit all meinen Stärken und Fähigkeiten und mit all meinen Fehlern und Schwächen, ich liebe und akzeptiere mich so wie ich bin.

Sie konnten ja zu sich sagen? Wunderbar, Sie sind mit sich im Reinen.

Sie konnten es nicht? Oder nur ein ja, aber nicht so ganz?

Dann lesen Sie weiter.

 

Schon in der Bibel steht: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Sich selbst lieben heißt sich selbst annehmen und für sich selbst gut sorgen. Das ist nicht egoistisch.

Je besser man für sich sorgt, desto besser bleibt man in seiner Kraft, desto mehr kann man auch für andere tun.

Ein sehr verdeutlichendes Beispiel dazu ist die Anweisung im Flugzeug, im Notfall zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske anzuziehen. Zuerst andere zu versorgen wäre töricht, weil man Gefahr läuft selbst ohnmächtig zu werden. Damit wäre dann keinem geholfen.

 

Je mehr man sich selbst annehmen kann, so wie man ist, desto besser kann man auch andere so sein lassen wie sie sind. Das ist wertschätzend und angenehm. Man braucht nicht mehr so viel Zeit und Energie in meist sinnlose Versuche jemanden zu ändern investieren.

 

Sich mit seinen Schwächen und Problemen zu akzeptieren fällt zuerst oft schwer, denn das sind ja genau die Dinge, die wir lieber verändern würden. Aber sie anzuerkennen bedeutet nicht, dass man sich nicht weiterentwickeln kann. Im Gegenteil. Um etwas zu gestalten, zu verändern, muss man es erst einmal annehmen. Oft verwenden wir viel Energie darauf unsere Probleme und Unzulänglichkeiten vor anderen und vor uns selbst zu verbergen. Wir lehnen den Anteil in uns ab, der eine Schwäche oder ein Problem hat und schwächen uns dadurch selbst.

Durch Selbstannahme wird diese Energie frei für Entwicklung und Lösungen.

Michael Bohne schreibt in seinem Buch "Bitte Klopfen" den schönen Merksatz:

Bei Selbstakzeptanz gibt es zumindest schon mal eine Person die zu einem steht - nämlich man selbst.

 

Klopfen mit PEP ist übrigens eine sehr wirksame Technik um Selbstakzeptanz zu üben und sein Selbstbild und Selbstbewusstsein zu verbessern.

Sich selbst und das Leben zunächst einmal so akzeptieren wie es ist, ist hilfreich und heilsam.

Im zweiten Schritt, kann man überlegen, was kann verändert werden und seine Energie darauf konzentrieren.

Manches erledigt sich damit von alleine, Beispiel Wetter, das ist nun mal so, aufregen ist sinnlos.

Anderes lässt sich verändern und Akzeptanz setzt Kräfte dazu frei.