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Fastenzeit

Nach den tollen Tagen des Karnevals hat jetzt die Fastenzeit begonnen.

Fasten bedeutet Enthaltsamkeit und Verzicht üben und wird in vielen Religionen praktiziert um Buße zu tun, Erlösung oder Erleuchtung zu erlangen.

Heute wird oft aus weltlichen Aspekten gefastet.

Man möchte etwas für die Gesundheit tun und ein paar Kilos abnehmen. Dazu sind Fastenkuren geeignet, bei denen man die Ernährung umstellt oder wie beim Heilfasten für eine bestimmte Zeit ganz auf feste Nahrung verzichtet.

Aber auch andere Formen des Fastens, wie der Verzicht auf das Smartphone, Fernsehen und Radio, das Auto oder andere Dinge sind denkbar.

Egal aus welchen Beweggründen und auf welche Art man fastet, es stärkt Körper und Geist gleichermaßen und tut uns gut.

 

Je nach Motivation und Gesundheitszustand bieten sich verschiedenen Möglichkeiten an.

Eine der einfachsten Varianten ist es, nur wenige Dinge wegzulassen. Beispielsweise auf Süßigkeiten, Alkohol und andere Genussmittel verzichten.

Fastenkuren wie Heilfasten, Intervallfasten oder Basenfasten gehen mit mehr Enthaltsamkeit einher. Hier wird entweder ganz auf feste Nahrung verzichtet oder die Ernährung wird auf bestimmte Lebensmittel und Zeiten beschränkt.

Der Körper profitiert davon. Bei vielen Erkrankungen und Beschwerden kann fasten nachhaltige Verbesserungen bewirken.

Vor einer Fastenkur sollte man sich allerdings gut informieren und ggf. vom Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen.

Nicht jede Kur ist für jeden geeignet. Dies gilt besonders für chronisch Kranke, die regelmäßig Medikamente einnehmen.

Fastenkuren können ein guter Einstieg in eine langfristige Ernährungsumstellung sein.

Gerade wenn man abnehmen möchte, ist das unbedingt nötig.

Wer anschließend weiter so isst wie gewohnt, hat die Pfunde schnell zurück.

Ich möchte hier nicht näher auf die verschiedenen Kuren eingehen, berate Sie aber gerne dazu.

 

Ich möchte heute andere Fastenvorschläge machen:

 

Besonders für stressgeplagte und überlastete Menschen ist Medienfasten, besonders Social-Mediafasten zu empfehlen.

Wir werden heutzutage mit Reizen und Informationen überflutet.

Unwichtige Nachrichten unterbrechen andauernd unsere Tätigkeiten, Kommunikation beschränkt sich vielfach auf das Versenden von Kurznachrichten.

Der Geist wird überlastet. Es entsteht Stress.

Konzentrationsschwäche, Burn-Out, Schlafstörungen und andere Probleme werden dadurch begünstigt.

Ich empfehle Smartphone und Co, Fernseher und Radio immer öfter auszuschalten.

Statt sich ständig von außen berieseln zu lassen den eigenen Gedanken nachhängen und sich auf das konzentrieren was man gerade tut.

Durch Medienfasten gewinnt man enorm viel Zeit, die man mit Freunden oder einem guten Buch verbringen kann.

Besonders zu empfehlen sind Spaziergänge in der Natur.

Wer nicht ganz abschalten kann oder will, kann zumindest stundenweise bewusst offline gehen.

In den Pausen, beim Essen, am Abend - immer öfter bewusst abschalten und Handynutzung auf das wirklich notwendige Maß beschränken.



Oder wie wäre es mal mit Jammerfasten

In Deutschland wird häufig auf hohem Niveau gejammert und gemeckert.

Denn es geht uns hier gut. Wir haben Frieden, sauberes Wasser, genug zu Essen und ein Dach über dem Kopf.
Negative Gedanken sind nicht gesundheitsfördernd.

Immer unzufrieden zu sein, erzeugt Stress und kann langfristig sogar krank machen.

Fasten Sie doch einmal negative Sichtweisen und fokussieren Sie sich auf das positive.

Statt zu jammern was nicht klappt, was fehlt, was noch nicht 100% richtig ist, einmal überlegen was schon gut funktioniert, was alles da ist, was schön ist.

Und bei den Dingen die Sie stören, ärgern und nerven konzentrieren sie sich darauf, wie Sie die Situation positiv verändern können.

Suchen Sie Chancen und Herausforderungen, statt immer auf die Probleme zu schauen.

Achten Sie auf Fähigkeiten, statt auf Defizite.

Können Sie nichts ändern, akzeptieren Sie den Istzustand und machen das Bestmögliche daraus.

 

Betrachtet man Dinge aus einer anderen Perspektive kann vermeintlich negatives auch in einem anderem Licht erscheinen.

Statt sich über den Stau zu ärgern, kann man sich über geschenkte Zeit freuen und ein paar entspannende Atemübungen machen.

Und selbst eine schwierige Lebenskrise kann die Chance für einen Neuanfang sein.

 

 

Bestimmt fallen Ihnen beim Lesen jetzt auch auch noch weitere Dinge und Gewohnheiten ein, die man fasten könnte.

Vielleicht überlegen Sie ja es tatsächlich zu tun.

Tun Sie es, und wenn es nur eine Kleinigkeit ist!

 

Verzicht und Enthaltsamkeit in bestimmten Dingen üben ist vielleicht anfangs schwer, aber am Ende gewinnen Sie viel.

Willensstärke, Selbstbewusstsein, Zeit, bessere Gesundheit, neue Erfahrungen, neue Sichtweisen, Freiheiten

neue Ess- und/oder Lebensgewohnheiten....

Unabhängig davon auf welche Weise Sie fasten, Körper, Geist und Seele profitieren davon.